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Blasenschwäche
TVT & Mini-Schlingensystem
„In Deutschland leiden rund fünf bis acht Millionen Menschen an ungewolltem Urinverlust. Für die Betroffenen bedeutet dies oft ein hohes Maß an körperlicher und sozialer Einschränkung. Dennoch dauert es durchschnittlich vier Jahre bis ein Arzt aufgesucht wird“, weiß Dr. Bogesits.
Bei der Behandlung von Harninkontinenz setzt der Experte vor allem auf zwei neuartige, äußerst schonende Methoden – zum einen auf das TVT-Verfahren, zum anderen auf die Behandlung mit Hilfe eines Mini-Schlingensystems.
Beim TVT-Verfahren (TVT steht für „Tension-free Vaginal Tape“, meint also ein spannungsfreies Scheidenband) wird zur Stabilisierung der mittleren Harnröhre durch einen vaginalen Eingriff ein spannungsfreies Kunststoffband gelegt. Dieses wird so lange vorsichtig angehoben, bis es beim Husten-Test gerade nicht mehr zum Urinabgang kommt.
Bei der Behandlung mittels eines Mini-Schlingensystems wird ein 8,5 cm langes kleines Polypropylen-Netzband unter die Harnröhre platziert. Die Schlinge umschließt die Harnröhre in einer der normalen Anatomie nachgeahmten Position, um sie so besser zu stützen. Der Eingriff kann minimal-invasiv durchgeführt werden, sodass die Patientin in der Regel weniger Schmerzen hat und bereits nach kurzer Zeit wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nachgehen kann.


