- Emma-Klinik.
- Leistungsspektrum.
- Online Magazin.
- Expertenrat.
- Stellenangebote.
- Presse.
- Sponsorships.
- Partner.
- Kontakt.
Lesen
Verband empört über Honorarsenkungen für ambulante Operationen
Mit Empörung reagiert der Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland (LAOH) auf die mit Beginn des Jahres 2009 um 20 Prozent gesenkten Honorare für ambulante Operationen in Hessen. „Von den im Herbst durch die Bundesregierung zugestandenen zusätzlichen Milliarden für niedergelassene Ärzte kommt bei den ambulanten Operateuren und Anästhesisten nichts an,“ kritisiert der Vorsitzende des LAOH, Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz, der als leitender Anästhesist an der Emma Klinik in Seligenstadt tätig ist, und befürchtet in der Folge „eine erheblich schlechtere wohnortnahe Versorgung der Patienten“. Darüber hinaus gefährde die neue Honorarregelung die Existenz zahlreicher Facharztpraxen und deren Arbeitsplätze.
Noch im Spätsommer 2008 habe die Bundesregierung ein zusätzliches Honorarvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro für niedergelassene Ärzte beschlossen. Dies sollte die Einkommen der Ärzte um durchschnittlich zehn Prozent anheben. Tatsächlich müssten ambulante Operateure und Anästhesisten allerdings mit durchschnittlichen Honorareinbußen von 20 Prozent fertig werden, dies sei katastrophal.
Der LAOH fordert die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf, sich im dafür verantwortlichen Bewertungsausschuss in Berlin zumindest für die Erhaltung des Vergütungsniveau aus dem vergangenen Jahr einzusetzen, auch wenn dieses seit zehn Jahren nahezu unverändert sei und weder Preissteigerungen noch Inflation berücksichtige. „Darüber hinaus verlangen wir einen fachärztlichen Qualitätszuschlag für Schwerpunktpraxen des ambulanten Operierens wie er für andere Fachrichtungen bereits angewandt wird“, erklärte Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz.
Die neue Honorarregelung verschlechtere nicht nur die wohnortnahe Versorgung der Patienten mit operativen Leistungen, sondern werde die Krankenkassen und damit die Versicherten langfristig finanziell sogar noch stärker belasten. Dafür gebe es zwei Gründe: zum einen werde die Zahl ambulanter Eingriffe sinken, sodass die Patienten auf stationäre Behandlung in Krankenhäusern ausweichen müssten, die erheblich teurer sei. Zum anderen sei die Honorarregelung ein Rückschlag für die integrierte Versorgung, die nachweislich Patienten schneller wieder fit macht und gleichzeitig die Therapiekosten deutlich senkt.
Weitere Informationen: www.laoh.net
